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Freundschaft
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Brüder
und Schwestern kann man sich nicht aussuchen, Freunde
schon. Freundschaft entsteht nicht per Dekret. Sie
keimt auf, entwickelt sich und wenn man sie pflegt,
gedeiht sie prächtig. Anderenfalls mickert sie so
dahin. Sie muss eine emotionale Bedeutung für das
eigene Leben haben, die durch gemeinsame Erlebnisse
und geistige Bande wächst. Sich dem Freund/der
Freundin öffnen können, sich auch streiten aber
ohne zu verletzen, gehört
mit dazu. >>
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Wesentlich ist Toleranz. Den Anderen nicht
ändern wollen, seine Eigenheiten und Marotten
akzeptieren. Absolute Loyalität ist für mich
Bestandteil der Freundschaft. Da sein, wenn man
gebraucht wird, ist dabei wichtig. Freundschaften können
ein Leben lang halten, auch wenn sich manchmal längere
Trennungsphasen ergeben. Freundschaft muss nicht
gegenseitig erklärt sein, man muss sie leben und spüren.
Dass ich Freundschaft erleben durfte, halte ich für
ein großes Glück. Damit
eine Freundschaft hält und gelebt werden kann,
muss man auch etwas dafür tun.
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Mein
Beruf als Lehrer und Animateur für diverse Abenteuer
und Unternehmungen mit ungewissem Ausgang brachte es
mit sich, dass mir oft Seelen begegneten, die ich
einfach nicht mehr loslassen und vergessen konnte. Das
sind Menschen, mit denen ich am liebsten morgen ein
Dorf irgendwo im Niemandsland gegründet hätte, wo wir
alle zusammen leben und arbeiten könnten. Eine Chance
für etwas in dieser Richtung sah ich 1997, als ich zu
einer kleinen Gruppe von Enthusiasten aus dem Ossiland
stieß, die sich vorgenommen hatten, in einer
ehemaligen Kasernenanlage der sowjetischen Truppen bei
Cottbus ein Konversions-Projekt
zu starten. Das heißt soviel wie, aus einer militärischen
Hinterlassenschaft eine zivile Siedlung entstehen zu
lassen, in der Menschen leben, arbeiten und
produzieren können. Hier hätte ich gerne all die
Menschen um mich versammelt, die mir im Geiste nahe
stehen und zu denen ich mich hingezogen fühle. Almut
G., Ingrid P., Vesselka und Marcel P., Sabine und
Matthias L., Heinz K., Mathias K., Romy G., Peter St.,
Orthrud und Volker S., Jürgen T., Sabine und Steffen
Z., Christiane und Michael S., Kay E. F. und Anja hätte
ich gerne in einer solchen Siedlung gesehen. Zur
Siedlungsgründung kam es leider nicht. Die
Initiatoren konnten diese Entwicklung nicht maßgeblich
beeinflussen. Aber es war ein schöner Traum. 1997
feierte ich im Kreise der Gründungsmitglieder und
einem Teil meines Freundeskreises dort meinen 60.
Geburtstag. Freunde schenkten mir Obstbaumsetzlinge,
die wir dort gemeinsam einpflanzten. Was wird aus
ihnen geworden sein?
Die Marinellis:
Ihnen widme ich eigene
Seiten. Die Bekanntschaft und spätere Freundschaft
des Trios "Die Marinellis" begann während des Studiums an der Deutschen
Hochschule für Körperkultur (DHfK Leipzig), die wir
1965 mit dem Diplom absolvierten.
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Schorsch
G. vor dem Jenzig in Jena
Wir
absolvierten beide 1950 die Volksschule, sangen
gemeinsam im Schulchor und warfen den Mädchen die
ersten Blicke hinterher. Er
starb sehr früh.
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Kolja und ich waren
sehr eng befreundet. Sportliches und Heimliches
verbanden uns. Wir ließen uns gegenseitig in die Seele
schauen und teilten dabei so manches Geheimnis.
Unterschiedliche Lebensverläufe trennten uns. Erst
war er im Westen, später ich.
1961
kehrte K. wieder nach Jena zurück. Auf einer Fahrt
nach Eisenach, wo er mir half eine Wohnung nach meiner
Armeezeit zu finden, legten wir das Auto seines
Vaters, einen P70 bei Straßenglätte auf den Rücken.
Wir mussten durch die zertrümmerte Heckscheibe das
Auto verlassen. Ich erlebte ihn als feinen Kerl, mit
dem man durch Dick und Dünn gehen konnte. In seiner
Familie war ich immer gut aufgenommen. In jüngerer
Zeit sind wir wiederholt zusammengetroffen. Er lebt in
der Nähe meines Sohnes bei Weimar.
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Dieter
F. (heute Dieter S.)
ist
ein Kapitel für sich. Ich habe ihm
diese Seite gewidmet. Noch heute spüren wir
gegenseitig enge freundschaftliche Verbundenheit.
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Karina-mit-K:
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Man
wird in der Regel keinen Freund dadurch
verlieren, dass man ihm ein Darlehen abschlägt,
aber sehr leicht dadurch, dass man es ihm
gibt. |
(Arthur
Schopenhauer) |
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Freundschaft
besteht darin, dass man einander nie im Stich
lässt. |
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Ein
Freund ist ein Mensch vor dem man laut denken
kann. |
(Ralph
Waldo Emerson) |
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Der
beste Weg, einen Freund zu haben, ist der
einer zu sein. |
(Ralph
Waldo Emerson) |
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Besser
ist es, sich zu zanken, als allein zu sein. |
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Ohne
Aufopferung lässt sich keine Freundschaft
denken. |
(Johann
Wolfgang von Goethe) |
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Wer
Freunde ohne Fehler sucht, bleibt ohne Freund. |
(Buch
des Kabus) |
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Verstehen
heißt: mit dem Herzen hellsehen. |
(Victor
Hugo) |
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Diene
deinen Freunden, ohne zu rechnen. |
(Gottfried
Keller) |
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Eine
Wunde, die ein Freund schlägt, heilt nicht. |
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Es
gibt zwei Arten von Freunden: Die einen sind käuflich,
die anderen unbezahlbar. |
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...
to find one friend |
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